Do
26
Apr
2012
Eine Sicherheitslücke bei Speedport Routern der Telekom - hiervor betroffen sind die Router W 921V, W 504V und W 723V (Typ B) - ermöglicht es anderen Personen ohne Hacker Tools einen Zugriff auf das Lokale Netzwerk zu bekommen.
Das ganze wird ermöglicht durch das sogenannte WPS PIN Verfahren. Trotz deaktivierter Funktion im Router ist das Verbinden mit trivialen PIN möglich.
Die Telekom empfiehlt bis auf weiteres das eigene WLAN zu deaktivieren.
Die Stellungnahme der Telekom im vollem Wortlaut:
" Die Deutsche Telekom hat ihre WLAN-Router der Marke Speedport intensiven Sicherheitstests unterzogen. Hierbei wurde festgestellt, dass die WLAN-Router Speedport W 504V, Speedport W 723V Typ B und Speedport W 921V von einer Schwachstelle betroffen sind.
Ein Angreifer, der sich innerhalb der Reichweite des Funknetzwerks aufhält, kann sich unbefugt Zugang zu dem WLAN beschaffen. Das heißt, er kann beispielsweise über den Anschluss im Internet surfen oder gegebenenfalls auf Dienste oder Komponenten in dem Heimnetzwerk zugreifen, zum Beispiel auf einen Netzwerkspeicher, der nicht durch ein Passwort geschützt ist.
Die Deutsche Telekom empfiehlt betroffenen Kunden, die WPS Funktion in dem Speedport W 504V und Speedport W 723V Typ B über die Konfigurations-Weboberfläche des Geräts zu deaktivieren, bis die fehlerbereinigte Softwareversion vorliegt. Ergänzend sollte ein neues, sicheres WLAN-Passwort vergeben werden. Bei dem Speedport W 921V empfiehlt die Telekom, die WLAN Funktion komplett auszuschalten.
Es wird mit Hochdruck an einem Firmwareupdate für die genannten Speedport-Modelle gearbeitet. Geräte, bei denen die Funktion "Easy Support" aktiviert ist, erhalten dieses Update automatisch, sobald es zur Verfügung steht.
Sollte die 'Easy Support'-Funktion nicht aktiviert sein, empfiehlt die Telekom, regelmäßig die Firmware-Downloadseiten zu besuchen, und bei Vorliegen des Updates, dieses sofort manuell einzuspielen.
Mit dem Hersteller der Router wurde umgehend Kontakt aufgenommen und ein Prozess eingeleitet, der künftig wieder eine sichere Vorkonfiguration der Geräte ab Werk gewährleistet.
Die Telekom wird entsprechende Produktwarnungen auf ihren Webseiten www.telekom.com und www.telekom.de veröffentlichen."
Quelle: heise.de