Router für IPv4- und IPv6-Internet

Kurz bevor die IPv4-Adressknappheit bis zu den Teilnehmern durchschlagen könnte, hat die Telekom an DSL-Anschlüssen vorausschauend den gleitenden Übergang zum Nachfolger IPv6 eingeleitet. Wer jetzt einen Router kauft, sollte also schon mal darauf achten, dass er die Dual-Stack-Technik für IPv4 und IPv6 beherrscht.

Zweisprachiges Verbinden

Router für IPv4- und IPv6-Internet

Kurz bevor die IPv4-Adressknappheit bis zu den Teilnehmern durchschlagen könnte, hat die Telekom an DSL-Anschlüssen vorausschauend den gleitenden Übergang zum Nachfolger IPv6 eingeleitet. Wer jetzt einen Router kauft, sollte also schon mal darauf achten, dass er die Dual-Stack-Technik für IPv4 und IPv6 beherrscht.

Bereits seit November 2012 schließt die Telekom im Stillen viele neue DSL-Anschlüsse sowohl über das neue Internetprotokoll IPv6 als auch über das alte IPv4 an (Dual-Stack-Modus). Damit erhalten die Teilnehmer nicht nur eine, sondern mehrere IP-Adressen: eine herkömmliche IPv4-Adresse und einen neuen Block IPv6-Adressen.

Wenn Sie auf Ihrem Computer ein halbwegs aktuelles Betriebssystem wie Linux ab Kernel 3.2, OS X Mountain Lion oder Windows ab 7 einsetzen, gehen Sie aber schon damit einem Großteil der dokumentierten Macken aus dem Weg.

Konservative Innovation

Den DSL-Anschlüssen sieht man nicht an, ob sie nur per IPv4 oder auch per IPv6 betrieben werden. Wenn Sie einen DSL-Anschluss mit Analog- oder ISDN-Telefonie haben (ADSL2+ oder VDSL), bekommen Sie vom IPv6 der Telekom nichts mit. Solche Anschlüsse will der Branchenführer auch künftig nicht von sich aus auf den Dual-Stack-Betrieb umstellen. Dann spielt es auch keine Rolle, ob Ihr Router IPv6 spricht oder nicht.

Wenn Sie einen DSL-Anschluss mit VoIP-Telefonie nach Oktober 2012 bekommen haben, dürfte darauf bereits IPv6 geschaltet sein. Dann sollten Sie sich zumindest über Risiken und Sicherheitsvorkehrungen informieren. Dort beschreiben wir auch, wie man IPv6-Konnektivität feststellen kann.

Wenn Sie IPv6 brauchen, müssen Sie laut Telekom-Pressesprecher Ralf Sauerzapf lediglich auf einen der Tarife Call & Surf IP oder Entertain comfort IP wechseln. Dann wird die Dual-Stack-Konnektivität automatisch geschaltet. Aber Achtung, vielleicht brauchen Sie dann auch neue Telefone, denn dabei wird auch der Telefondienst auf VoIP umgestellt.

IPv6 startet in Deutschland also langsam. Der Schalter ist aber definitiv umgelegt. Die Kabelnetzbetreiber und andere Anbieter dürften ebenfalls bald folgen. Beispielsweise haben Kabel Deutschland und Unitymedia ein Verfahren namens DS-Lite implementiert und das Dual-Stack-Verfahren soll laut Unternehmensauskünften folgen.

Lösung ohne NAT

Wer also jetzt schon einen Router mit Dual-Stack-Funktion hat, ist damit auf dem richtigen Gleis. Eine Hand voll solcher Router für kleine Arbeitsgruppen sind bereits am Markt. Greifen Sie aber nicht zum Erstbesten, denn im Test offenbarten einige, dass sie an Telekom-Anschlüssen IPv6 nicht nutzen und manche sind sogar ein Sicherheitsrisiko: IPv6-Router schotten das LAN nämlich nicht wie IPv4-Router automatisch per Network Address Translation (NAT) vom Internet ab, sondern brauchen dafür eine IPv6-Firewall-Regel. Hingegen schmeißt ein IPv4-Router mit eingeschalteter NAT alle IP-Pakete, die er keiner von innen aufgebauten Verbindung zuordnen kann, einfach weg.

Der NAT sollte man aber nicht nachtrauern, sie schafft mehr Probleme als sie beseitigt. Eine Absicherung, die der blockierenden NAT-Funktion gleichkommt, schafft jede IPv6-Firewall, wenn sie sämtlichen IP-Verkehr, der nicht aus ihrem LAN angefordert ist, einfach ignoriert (abzüglich der für die Netzwerkkommunikation essenziellen ICMPv6-Nachrichten, etwa für die MTU-Einstellungen). Weil das ein elementares Feature ist, haben wir die Firewalls der Kandidaten genau unter die Lupe genommen und die Geräte umfassend gescannt. Die Ergebnisse dürften Skeptiker bestätigen: Nur drei Geräte sichern ihre IPv6-LAN-Stationen wie erforderlich ab.

Zu den Testkandidaten zählen die IPv6-Novizen Lancom 1781-AW, D-Link DIR-865L, Linksys X3000 und Netgear R6300. Der Trendnet TEW-692GR gehört zwar auch dazu, er kam aber nicht rechtzeitig vor dem Drucktermin dieser c’t in der Redaktion an, sodass wir ihn in einer späteren Ausgabe berücksichtigen.

Bereits zum IPv6-Establishment dürften die Fritz!Boxen von AVM zählen. Der Berliner Kommunikationsspezialist hat seinen Routern schon im Jahr 2009 die IPv6-Tunnel-Technik spendiert (v6-Hilfsverbindungen über IPv4). Und der Dual-Stack kam noch 2011 dazu, als klar war, welche Verfahren und Optionen die Telekom verwenden würde. Wir haben das Flaggschiff 7390 für ADSL2+ und VDSL auf den Prüfstand beordert. Für den Dual-Stack-Betrieb an DSL-Anschlüssen sollten sich aber alle aktuellen Fritz!Boxen eignen. Der sechste Kandidat, Telekom Speedport W921V, ist der 73er-Serie der Fritz!Boxen nachempfunden. Er stammt aber von Arcadyan und ist nur mager ausgestattet.

 

Quelle: www.ct.de

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